Abnehmen auf dem Fahrrad Ergometer

Sie ärgern sich über Rettungsringe und überschüssige Pfunde? Dann nutzen Sie am besten das Ergometer als Trainingsgerät. Denn anders als beim Joggen oder anderen Ausdauersportarten, können Sie auf dem Ergometer zu Hause jeder Zeit trainieren. Damit das Projekt langfristig von Erfolg gekrönt sein wird, muss im Vorfeld klar sein, warum wir überhaupt dazu neigen, übergewichtig zu werden.

Prinzipiell ist das Angebot an Nahrung regelrecht erschlagend. Teilweise werden schon völlig automatisiert Nährstoffe aufgenommen, die der Körper an und für sich gar nicht benötigt. Ein ausgewogenes Gewicht entsteht nur, wenn soviel Energie über die Nahrung aufgenommen wird, wie auch wieder verbraucht wird. Doch da heute viele Tätigkeiten im Sitzen abgehalten werden, jeder Schritt bequem im Auto zurückgelegt wird und die Verführung zu Naschen immer wieder groß ist, lagert der Körper Reserven ein. Denn die Masse an Energie, die aufgenommen wird, verbraucht er einfach nicht.

Zunächst muss man erreichen, dass weniger Energie über die Nahrung zugeführt wird, als verbraucht wird. Ein Negativ muss entstehen, damit der Körper überhaupt beginnen kann, die eigenen Reserven anzugreifen. Mit anderen Worten: Die Ernährung muss komplett umgestellt werden. Das ist nicht immer so einfach. Doch hier helfen zur Not auch Ernährungsexperten und Berater. Sich gesund und ausgewogen zu ernähren heißt schließlich nicht, dass man auf alles verzichten muss. Klasse statt Masse!

Das Training muss gut abgestimmt werden. Seien Sie ehrlich zu sich selber und setzen Sie sich keine unerreichbaren Ziele. Wer zu viel erwartet, wird meist enttäuscht und die logische Schlussfolgerung ist Frust und der gehasste Jo-Jo-Effekt.
Damit Sie eine Vorstellung bekommen, wie viel trainiert werden muss, um ein Kilo Körperfett abzubauen, hier eine kurze Beispielrechnung:

Bei jeder Trainingseinheit sollten mindestens 250kcal verbraucht werden. Trainieren Sie vier Einheiten in der Woche ergibt das einen Abbau von 1.000kcal in der Woche. Damit ein Kilo Körperfett verschwindet sind 9.000kcal abzubauen.
Glücklicherweise zeigt das Trainingsgerät die verbrauchten Kalorien an. Somit können Sie immer sehen, wie viel Sie noch strampeln müssen, um Ihr persönliches Tagesziel zu erreichen. Der Ergometer ist somit die wesentlich bessere Wahl, wenn man damit Gewicht reduzieren möchte.

Doch nicht nur die Dauer das Trainings ist hier entscheidend. Es kommt auch auf die Intensität an. Wer nur langsam radelt und seine Pulsfrequenz niedrig hält, bewegt sich zwar, verbrennt allerdings keine Fettreserven. Denn diese werden vom Körper erst angegriffen, wenn man am Maximalpuls ist.
Mit der kleinen Faustregel: 220 Pulsschläge abzüglich Lebensjahre ergibt sich der Maximalpuls, wissen Sie sofort, wo Ihr persönlicher Maximalpuls liegt. Ist man beispielsweise 45 Jahre alt, so liegt dieser Puls bei 175 Schlägen in der Minute. Sie müssten mindestens 65 Prozent Ihrer Trainingseinheit in diesem Frequenzbereich trainieren, damit Sie auch wirklich Fett abbauen.

Wer unter starken Übergewicht leidet, sollte sich anstelle des klassischen Ergometer besser für das sogenannte Liege-Fahrrad oder auch Recumbent-Bike entscheiden. Durch den verbreiterten Sattel und die erhöhte Lehne ist es wesentlich angenehmer zu trainieren. Der Trainingseffekt ist im übrigen der Gleiche. Jedoch unter gesundheitlichem Aspekt betrachtet ist das Liege-Fahrrad hier die bessere Wahl. Denn so wird vor allem der Rücken geschont und die Lenden.

© Knut Wiarda – Fotolia.com

Comments (2)
  1. Liza May 21, 2015
    • Max August 27, 2015

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