Abnehmen mit Nordic Walking

abnehmen mit nordic walkingBeim Nordic Walking, dem Gesundheitsgehen mit speziellen Stöcken, handelt es sich um einen recht jungen Sport. Erst in den späten 1990ern kamen die entsprechenden Anleitungen und Zubehörteile auf den Markt, dann aber verbreitete sich der neue Outdoorsport sehr rasch.

Allerdings nutzten Wanderer und Skilangläufer das Konzept der begleitenden Stöcke schon Jahrzehnte bevor der Begriff Nordic Walking geprägt wurde.

Nachdem die neue Walking-Variante aus Skandinavien hierzulande angekommen war, wurden mancherorts spezielle Walking-Parcours angelegt und Nordic-Walking-Treffs in öffentlichen Parks organisiert.

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Mehr als Spazierengehen und für jeden geeignet

Nordic Walking ist ein Sport mit relativ niedriger Hemmschwelle für den Einstieg.

Das normale Spazierengehen ist zwar auch schon gesund und verbraucht mehr Kalorien als viele denken, doch der Einsatz der Stöcke sorgt beim Nordic Walking für eine Beanspruchung der Oberkörpermuskulatur.

Ebenso wie das Walking mit aktivem Armschwung ist das Nordic Walking für ambitionierte Sportler und für völlig Untrainierte gleichermaßen geeignet.

Bei korrekter Ausführung ist der Sauerstoffverbrauch beim Nordic Walking circa fünf Prozent höher als beim konventionellen Walking ohne zusätzliche Oberkörperbewegungen.

Durch diese höhere Ausdauerbelastung ergibt sich ein höherer Kalorienverbrauch. So können Sie beim Nordic Walking mit etwa sechs Kilometern pro Stunde durchaus 400 Kilokalorien in einer Stunde verbrennen. Der Wert schwankt allerdings je nach Trainingszustand und Körpergewicht.

Im direkten Kalorienverbrauch-Vergleich schneidet rasches Nordic Walking mit aktivem Armschwung nicht wesentlich schlechter ab als Jogging mit rund 8 km/h. Wenn Sie entspannt mit 18 km/h Rad fahren, verbrennen Sie weniger Kalorien als wenn Sie in der selben Zeit Nordic walken.

Die richtige Technik für korrektes Nordic Walking

Damit Sie Herz und Kreislauf beanspruchen, den Stoffwechsel anregen und Ihre Muskeln sowie Knochen stärken, können Sie zum Einstieg einen Nordic Walking-Kurs besuchen oder mit Hilfe eines Videokurses die korrekte Technik erlernen.

Wenn Sie die Stöcke korrekt vor und zurück schwingen, kräftigen Sie schließlich auch noch Arme, Schultern und Rücken. Nordic Walking gilt als effektive, moderate und wenig verletzungsanfällige Outdoor-Sportart, deren Erlernen sehr lohnenswert ist.

Der Bewegungsablauf ist zyklisch: Wenn der rechte Stock den Boden berührt, setzt die linke Ferse auf und andersrum.

Wichtig ist das Setzen des jeweiligen Stocks schräg nach hinten unterhalb des Körperschwerpunkts – in Schrittstellung auf der vertikalen Körperachse. Wenn Sie sich darunter wenig vorstellen können, helfen eventuell Trainingsvideos, wenn Sie keinen persönlichen Kontakt zu versierten Nordic Walkern herstellen können oder möchten. Typische Anfängerfehler sind:

  • den Stock zu weit vom Körper aufzusetzen,
  • sich mit dem Stock abzustoßen,
  • sich auf den Stock aufzustützen,
  • das Knie beim Aufkommen durchzustrecken,
  • zu fersenbetont oder hüftbetont zu gehen,
  • Knie, Hüfte und Rücken durch zu lange Schritte zu belasten oder
  • die Ferse zu steil aufzusetzen.

Hier noch ein passendes Video, um dass ganze zu verdeutlichen:

 

Die nötige Ausrüstung

Dank Nordic Walkings können Sie Ihr Risiko für vielerlei Alters- und Zivilisationsbeschwerden senken, darunter Osteoporose, Bluthochdruck, Diabetes und Rückenschmerzen.

Durch die Stockarbeit beanspruchen Sie mehr Muskeln als im simplen Gehschritt, daher eignet sich das Nordic Walking auch gut für das Abnehmen.

Sie benötigen zum Einstieg atmungsaktive, bequeme Kleidung sowie, wenn Sie leicht Blasen an den Fingern bekommen, Handschuhe.

Wie beim Joggen sind Laufschuhe mit einer stabilen, federnden Sohle essentiell. Speziell für das Nordic Walking werden Sie Stöcke erwerben müssen.

Hier gibt es vielfältige Modelle, bei denen eine Handschlaufe nicht fehlen sollte.

Das Grundmaterial kann etwa leichtes Carbon oder auch Graphit bzw. Aluminium sein.

An den Griffen werden mehr oder weniger rutschfeste Materialien verwendet. Beispielsweise soll Kork den Schweiß abfangen.

Einige Stöcke können Sie in der Höhe verstellen, andere nicht. Manche machen mit ihrer Metallspitze auffällige Geräusche, während andere in einem Gummistopper enden und einige ein spezielles “Anti-Shock-Dämpfungssystem” besitzen. Eine Auswahl der beliebtesten Nordic Walking Stöcke finden Sie hier.

© Jacek Chabraszewski – Fotolia.com

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