Schrittzähler: Wie sinnvoll sind sie wirklich?

schrittzähler sinnvoll wie funktioniertAn jedem Tag sollten Sie 10.000 Schritte gehen, um Ihrem Körper die Bewegung zu geben, die er braucht, um sich hundertprozentig wohlzufühlen. Darüber sind sich internationale Mediziner und Fitnessberater einig.

Doch wie erreicht man diesen abstrakt erscheinenden Wert? Womöglich erreichen Sie ihn längst? Und falls nicht: Wie kann Abhilfe geschaffen werden?

Dieser Artikel klärt Sie über die Möglichkeiten moderner Schrittzähler auf, damit Sie für sich abschätzen können, ob Ihnen ein solches Gerät hilft.

>> Hier finden Sie eine Übersicht der beliebtesten Schrittzähler

Bewegung: Nicht nur für Abnehmwillige essentiell

Seit einigen Jahren taucht in den meisten Diät-Apps und Zeitschriftenartikeln der Hinweis auf, dass nur beim Gehen von täglich 10.000 Schritten die optimale Fettverbrennung möglich sei. Dieses Gehpensum verbrauche schließlich 2.000 bis 3.500 Kalorien zusätzlich pro Woche.

In unserer Gesellschaft des häufigen Sitzens ist diese Botschaft sicher interessant, aber sie ist durchaus auch für Menschen ohne Abnehmwunsch wichtig. Jeder Gang macht nämlich nicht nur schlank, sondern senkt auch, wie Sportmediziner und Wissenschaftler bestätigen, den Blutdruck und das Risiko für Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt. Schon vermehrtes Gehen im Alltag bringt den Kreislauf in Schwung, was sich besonders vor und nach einem langem Bürotag auszahlt. Das Treppensteigen und der Berglauf straffen zusätzlich Po sowie Oberschenkel und beugen Krampfadern vor.

Um am Ende eines Tages zu erfahren, wie viele Schritte Sie zurückgelegt haben, ist ein automatischer Schrittzähler das Richtige. Analoge Geräte zum Selbstklickern eignen sich nicht für den langfristigen Gebrauch, auch der Zähler im Smartphone ist nicht zuverlässig, es sei denn, sie tragen Ihr Telefon wirklich den gesamten Tag am Körper.

Individualisierbare Messung und immer dabei: Digitaler Schrittzähler

Ein guter Schrittzähler oder Activity Tracker ermittelt zunächst Ihre persönliche Schrittlänge, die von der Beinlänge und dem Gehstil abhängt, und zeichnet dann so viel und so oft Ihre Bewegungen auf, wie Sie es wünschen.

Die kleinen Geräte lassen sich am Hals, am Hosenbund oder am Arm befestigen, wodurch sie entweder unauffällig oder schick sind. Die Grundfunktionen, die ein Schrittzähler bedienen sollte sind: Aufzeichnung der Laufdauer, Messen der zurückgelegten Distanz und verbrauchte Kalorien.

Wer abnehmen möchte oder sein Bewegungspensum professioneller verwalten will, sollte ein Gerät wählen, welches auch das abgebaute Körperfett in Gramm anzeigt. Nützlich ist in diesen Fällen auch, wenn der Schrittzähler verschiedene Bewegungsarten unterscheiden und den Kalorienverbrauch bzw. Fettabbau dementsprechend anpassen kann.

Die Anschaffung eines Schrittzählers lohnt sich demnach nicht nur für fortgeschrittene Sportler oder Diättreibende. Mehr gehen ist für beinahe jeden Menschen hierzulande eine gute Idee – und aufgezeichnete Zahlen motivieren ungemein.Vielleicht versuchen Sie tatsächlich täglich die 10.000 empfohlenen Schritte zu schaffen; vielleicht sind Sie schon immer bewegungsfreudig und wollen ein individuelles Schritteziel erreichen? Oder aber Sie starten mit Freundinnen oder Verwandten einen Wettbewerb über die wöchentliche Laufdistanz – der Nutzung der Schrittzählerdaten sind kaum Grenzen gesetzt.

>> Hier finden Sie unseren Schrittzähler-Test für Schrittzähler mit Armband

Das Bewegungsangebot des Alltags und zusätzlicher Sport

Nicht nur, wenn Sie sich für Statistiken und Wettbewerbe begeistern, kann die Nutzung eines Schrittzählers unterhaltsam und spannend sein. Zeichnen Sie zum Beispiel zuerst Ihre gewöhnliche Schrittmenge am Tag auf, diese liegt bei einem durchschnittlichen Büroangestellten mit Auto bei 1.500, und legen Sie dann in den Folgetagen erhöhte Aufmerksamkeit auf Ihr Gehverhalten.

Zur Erhöhung der täglichen bewegungsintensiv zurückgelegten Distanz könnten Sie unter anderem mit dem Rad zur Arbeit fahren, eine Station eher aus dem Bus steigen oder etwas weiter von der Arbeitsstelle entfernt parken. Kleine Gehwege, die beim Meiden von Rolltreppe und Fahrstuhl oder dem Umherlaufen in Büro oder Wohnung entstehen, summieren sich ordentlich, wenn Sie viele kleine Anlässe zur Bewegung nutzen. Allgemein können Sie anstatt zu telefonieren direkt zum Kollegen gehen, einen Spaziergang in der Mittagspause machen, Einkäufe zu Fuß erledigen oder Freunde zum gemeinsamen Sport treffen.

Als Faustregel gilt: Eine halbe Stunde zügig spazieren bringt bereits 3.000 Schritte oder 2,5 Kilometer auf das Tageskonto.

Datensammlung pur oder deluxe: Typgerecht für ein Gerät entscheiden

Einfache, kleine Schrittzähler ermitteln aus der Zahl der Schritte und der persönlichen Schrittlänge die Distanz. Außerdem messen sie auf Knopfdruck die gegangene Zeit und berechnen am Ende das Tempo.

Ausgefeiltere Geräte werden Aktivitätstracker oder Activity Tracker genannt und erheben mehr Daten, die sie zum Teil auch optisch ansprechend auf einem Smartphone oder Computer ausgeben. Sie können zudem Stockwerke bzw. Treppen einberechnen und ermitteln den Kalorienverbrauch. Viele dieser Geräte messen dazu die Herzfrequenz und das Schlafverhalten. Dazu passt, dass einige auch eine Weckfunktion mit Vibrationsalarm besitzen.

Ein Activity Tracker ist ein kleiner Computer, deshalb verfügen nicht wenige Modelle über Benutzerkonten, durch die persönliche Zielvorgaben gesetzt werden können. Bei mehreren Profilen können Sie sich direkt mit einem Gerät mit Familienmitgliedern oder Freunden messen, wozu Sie den Schrittzähler allerdings ab und an ablegen müssen. Die umfangreichen Aufzeichnungsmöglichkeiten steigern den sportlichen Charakter – Stichwort “persönlicher Bestwert”. Manche Modelle sind sogar wasserdicht und können somit die Schwimmdistanz mitmessen. All Ihre Bewegungserfolge lassen sich natürlich auch direkt im Internet mit der ganzen Welt teilen, aber das ist Geschmackssache.

>> Hier finden Sie eine Übersicht der beliebtesten Schrittzähler

 

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